Elmar J. soll dem späteren Mörder Walter Lübckes die Tatwaffe beschafft haben. Seit Mittwoch steht er vor Gericht – und streitet fast alle Vorwürfe ab.
Oliver Neuwinger, Pressesprecher des Landgerichts Paderborn, zum Prozess um die Mordwaffe Foto: Friso Gentsch/dpa
Verteidiger Abouzeid sagte im Verfahren, sein Mandant habe keine scharfen Schusswaffen an Ernst verkauft. Polizeibeamtin Christina Wasch gab als Zeugin an, Elmar J. habe auch in der Vernehmung nur vom Verkauf von Dekowaffen oder Dolchen gesprochen. Der Angeklagte selbst äußerte sich dazu am Mittwoch nicht, machte nur einige Angaben zu seiner Person.
Elmar J. räume lediglich einen Verstoß gegen das Waffengesetz ein. Sein Mandant bedauere, unerlaubt Schusswaffenmunition besessen zu haben, erklärte sein Verteidiger. Sein Mandant habe eine „gewisse Affinität zum Dritten Reich“ und auch NS-Devotionalien gesammelt. Er habe sich in finanziell prekärer Lage befunden und nach erfolgloser Tätigkeit als Tankstellenpächter und Videothek-Betreiber mit Trödel-Handel auf Flohmärkten über Wasser gehalten.
Der Mörder selbst muss nicht aussagen Der Rechtsextremist Ernst war Ende Januar 2021 vom Oberlandesgericht Frankfurt wegen Mordes an Lübcke zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Gegen das Urteil ist noch eine Revision anhängig. Lübcke war am 1. Juni 2019 auf der Terrasse seines Hauses mit einem Kopfschuss aus nächster Nähe getötet worden. Die Tat gilt als erster rechtsextremistischer Mord an einem Politiker in der Bundesrepublik.
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