Die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften dämpfen mit moderaten Mieten den Mietanstieg in Berlin. Aber: Sie bauen zu wenig Wohnungen.
Mit rund 340.000 Wohnungen besitzen die sechs landeseigenen Unternehmen inzwischen etwa 20 Prozent der rund 1,7 Millionen Berliner Mietwohnungen . Die Miete in den Wohnungen belief sich im vergangenen Jahr auf durchschnittlich 6,29 Euro je Quadratmeter Wohnfläche kalt.
Die Mieten lagen damit laut dem Bericht um 8,9 Prozent unter der ortsüblichen Vergleichsmiete, die nach dem Berliner Mietspiegel ermittelt wurde. Im Vergleich zum Jahr 2020 haben sich die Bestandsmieten über alle sechs Unternehmen betrachtet nicht verändert, was auf den Mietendeckel und die danach in Kraft gesetzten Regelungen zurückzuführen ist. Diese sehen erst von 2022 an eine schrittweise Erhöhung der Mieten bei den städtischen Vermietern vor.
Während die Bestandsmieten bei den kommunalen Vermietern im vergangenen Jahr stabil blieben, sind die Mieten beim Abschluss neuer Verträge um 3,6 Prozent gestiegen – von 7 Euro auf 7,25 Euro je Quadratmeter. Grund für die steigenden Mieten beim Abschluss neuer Verträge sind vor allem die höheren Mieten im Neubau. Bei 2055 Vermietungen von Neubauwohnungen verlangten die landeseigenen Unternehmen im vergangenen Jahr mehr als 10 Euro je Quadratmeter.
Trotz der steigenden Neuvermietungsmieten lagen die Forderungen der städtischen Unternehmen im vergangenen Jahr laut der Bilanz unter den Mietforderungen für freie Wohnungen auf dem Immobilienmarkt, die sich laut Wohnungsmarktbericht der Investitionsbank Berlin 2021 auf 10,55 Euro je Quadratmeter beliefen. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass es sich bei den Zahlen aus dem IBB-Bericht um Angebotsmieten handelt.
Noch deutlicher wird das Verfehlen der Neubauziele, wenn man den Zeitraum von 2017 bis 2021 betrachtet. Geplant war, dass in den fünf Jahren insgesamt 30.000 Wohnungen von den landeseigenen Unternehmen gebaut werden. Tatsächlich fertiggestellt wurden aber dem Bericht zufolge nur 19.292 Wohnungen, wenn Wohneinheiten in modularen Unterkünften für Geflüchtete und Studentenapartments unberücksichtigt bleiben.
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