Dass Springer-Chef und BDZV-Präsident Mathias Döpfner unter die Schwurbler ging, wurde zur Peinlichkeit des Medienjahres 2021 gewählt. Er folgt als Preisträger des Super-Günter u.a. auf Xavier Naidoo und Michael Wendler
So eindeutig wie selten zuvor in der Geschichte des Negativpreises haben mehrere tausend Leserinnen und Leser von Deutschlands meistgelesenem Medienmagazin in der vergangenen Woche aus elf Nominierungen der DWDL.de-Redaktion die mediale Peinlichkeit des Jahres 2021 gewählt: 33,9 Prozent der abgegebenen Stimmen machen Mathias Döpfner zum Gewinner des Super-Günter.
- in denen er sich mit AfD-Rhetorik während der Corona-Pandemie in einem neuen DDR-Obrigkeitsstaat wähnte und die freie Presse in Deutschland als"Propaganda-Assistenten" denunziert. Ein Tiefschlag für Journalistinnen und Journalisten, aber das kümmert die gesamte deutsche Verlagswelt wenig. Döpfner will im Nachhinein alles gar nicht so gemeint haben, ruderte zurück und beschwichtigte seine BZDV-Kolleginnen und -Kollegen.
Und Döpfner scheint Glück zu haben: Wenn Anspruch und Anstand für eine Branche optional sind, kommt man wohl mit allem durch. Dass die in den Textnachrichten aufgeblitzte Haltung aber nicht nur ein Ausrutscher war sondern lange so etwas wie eine Inspiration für die aggressive Redaktionslinie von"Bild" in der Corona-Pandemie war, macht es nicht besser. Befördert wurde ein Klima des Hasses auf Wissenschaft bzw.