Auf dem Tempelberg in Jerusalem hat es heftige Zusammenstöße zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften gegeben. Mehr als 100 Menschen sollen verletzt worden sein.
Vor der Al-Aksa-Moschee in Jerusalem ist es zu Zusammenstößen zwischen israelischen Sicherheitskräften und Palästinensern gekommen.
Auf Videos sind Palästinenser zu sehen, die mit Steinen werfen, ebenso wie Polizisten, die Tränengas und Blendgranaten abfeuern und Schlagstöcke einsetzen. Muslimische Gläubige verbarrikadierten sich im Inneren der Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg. Diese gilt als drittheiligste Stätte des Islam. Der Tempelberg ist für die Juden die heiligste Stätte.
Nach Angaben der Polizei hatte eine Gruppe maskierter Palästinenser dort am frühen Morgen eine Prozession gestartet und Steine in Richtung der angrenzenden jüdischen Gebetsstätte an der Klagemauer geworfen. Daraufhin hätten Polizisten die Menge auseinandergetrieben. Die israelische Polizei sprach von drei Verletzten in ihren Reihen.
Das israelische Außenministerium teilte mit, die Polizisten seien nicht in die Moschee selbst eingedrungen. Die Palästinenser hatten zuvor den Vorwurf erhoben, die Sicherheitskräfte hätten die Al-Aksa-Moschee gestürmt. Nach Einschätzung von ARD-Korrespondent Benjamin Hammer ist damit allerdings häufig das gesamte Areal des Tempelbergs gemeint.
In der Jerusalemer Altstadt werden heute Zehntausende Muslime erwartet, um während des Fastenmonats Ramadan auf und um den Tempelberg zu beten. Zudem wollen Tausende Christen am heutigen Karfreitag den Kreuzweg Jesu in Jerusalem nachstellen. Am Abend beginnt auch das jüdische Pessachfest.Entdecken Sie den Deutschlandfunk