Geldhahn zugedreht: Großer Online-Fahrradhändler meldet offenbar Insolvenz an

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Geldhahn zugedreht: Großer Online-Fahrradhändler meldet offenbar Insolvenz an
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Der Online-Sporthändler Signa Sports United (SSU) steht offenbar finanziell am Abgrund – und mit ihm eine ganze Reihe von Fahrrad- und E-Bike-Onlineshops. Die Konzernmutter Signa Holding um den österreichischen Immobilieninvestor René Benko hatte seine Finanzierungszusage für SSU aufgekündigt.

Schon seit geraumer Zeit kriselt es im Imperium des österreichischen Milliardärs René Benko, nun hat der Signa-Konzern der Konzerntochter Signa Sports den Geldhahn zugedreht, berichtet das Wirtschaftsportal. Damit nehme der Konzern eine Insolvenz in Kauf – zu SSU gehören zahlreiche Onlineshops wie Fahrrad.de, Chainreactioncycles.com, Cycles-for-heroes.com, Def-Shop.net, Addnature.com, Ballside.de oder Outfitter.de.

„aktuell keine Retourenabwicklung möglich“ sei. Auch auf anderen Websites des Konzerns findet sich dieser Hinweis. Die Aktie von Signa Sports United erzielte seit dem Börsengang, der über einen sogenannten SPAC bewerkstelligt wurde, einen Höchstkurs von 8 US-Dollar – bevor das Unternehmen von der Börse genommen wurde, lag der Kurs jedoch nur noch bei 0,017 US-Dollar pro Aktie. Der Börsenwert des Unternehmens sank somit von 3,2 Milliarden auf 6 Millionen US-Dollar.

Signa Sports schreibt in seiner Pressemeldung: „Nach vielen Jahren vertrauensvoller Zusammenarbeit und zuverlässiger Finanzierung zwischen dem Unternehmen und der SIGNA Holding hat sich SSU auf die verbindliche und bedingungslose Natur des Equity Commitment Letter verlassen, um weiterhin Mittel zur Erfüllung ihrer kurzfristigen Verpflichtungen und für die Bewertung der Unternehmensfortführung des Unternehmens und seiner Tochtergesellschaften zu erhalten.

2018 hatte Benko auch die deutsche Warenhauskette Galeria Kaufhof übernommen und diese anschließend mit Karstadt verschmolzen. 2020 wurde ein Insolvenzverfahren für den Nachfolgekonzern Galeria Karstadt Kaufhof eingeleitet. In diesem Jahr wurde dann bekannt, dass 52 der noch verbliebenen 129 Kaufhäuser in Deutschland Ende Juli 2023 und Ende Januar 2024 geschlossen werden.

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