Vize-Kanzler Habeck hat vor dem Hintergrund des Kriegs in der Ukraine vor einem Missbrauch der Ostermärsche gewarnt. Es müsse deutlich werden, dass sie sich gegen Russlands Präsident Putin richteten.
Frieden könne es nur geben, wenn Russlands Präsident Putin seinen Angriffskrieg stoppe, sagte der Grünen-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es sollte bei den Ostermärschen deutlich werden, dass sie sich gegen Putins Krieg richteten. Pazifismus bezeichnete Habeck derzeit als fernen Traum. Putin bedrohe die Freiheit Europas. Zuschauen sei die größere Schuld, betonte er.
Mit rund 80 Kundgebungen in ganz Deutschland erreichen die diesjährigen Ostermärsche der Friedensbewegung ihren Höhepunkt. Als eine der größten Aktionen startet am Vormittag in Duisburg der Ostermarsch Rhein-Ruhr. Auch in Berlin, Köln, München, Hannover, Stuttgart, Leipzig und anderen Städten sind Proteste geplant. Die Kundgebungen richten sich vor allem gegen den russischen Angriffskrieg in der Ukraine.
Ein weiteres Thema der Ostermärsche werde neben dem Krieg in der Ukraine die angekündigte massive Aufrüstung der Bundeswehr sein, heißt es in einem Aufruf. Auch der Anstieg der Rüstungsausgaben auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts steht im Fokus.