Die Möglichkeit, dass die FIFA Saudi-Arabien den Zuschlag für die WM 2034 erteilt, obwohl das Land eine erschreckende Menschenrechtsbilanz aufweist und sich jeglicher Kontrolle verschließt, entlarvt die Menschenrechtsverpflichtungen der FIFA als Augenwischerei.
Was heute voraussichtlich offiziell wird, ist für Menschenrechtler schon jetzt ein Skandal. "Die Möglichkeit, dass die FIFA Saudi-Arabien den Zuschlag für die WM 2034 erteilt, obwohl das Land eine erschreckende Menschenrechtsbilanz aufweist und sich jeglicher Kontrolle verschließt, entlarvt die Menschenrechtsverpflichtungen der FIFA als Augenwischerei", wetterte Direktorin Minky Worden von Human Rights Watch mit Blick auf das Ende der Bewerbungsfrist.
Aus der möglichen Endrunden-Vergabe durch den Fußball-Weltverband FIFA an den Wüstenstaat könnte bereits am heutigen Dienstag Gewissheit werden, bis dahin müssen etwaige Bewerber ihr Interesse bestätigen. Doch schon im Vorfeld der Deadline sind potenzielle Konkurrenten eingeknickt.
Darin heißt es in Artikel 7: "Die FIFA wird konstruktiv mit den zuständigen Behörden und anderen Interessengruppen zusammenarbeiten und alle Anstrengungen unternehmen, um ihrer internationalen Menschenrechtsverantwortung gerecht zu werden." Gemäß dieser Statuten müssen sich Länder, die sich um die Ausrichtung von Wettkämpfen bewerben, zur Einhaltung strenger Menschen- und Arbeitsrechtsstandards verpflichten.
Deshalb sind für HRW-Deutschland-Direktor Wenzel Michalski "die Werte, die die FIFA und untergeordnete Verbände sich geben, das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben wurden. Das Verhalten ist wirklich beschämend". Nach Ansicht Michalskis macht sich der Fußball "zum Handlanger".In diesem Jahr findet bereits die Klub-WM der FIFA in Saudi-Arabien statt.
Kritiker werfen der FIFA um Präsident Gianni Infantino vor, sie habe durch die Planungen für die WM 2030 in sechs Ländern und drei Kontinenten den Weg für den umstrittenen saudischen Herrscher Mohammed bin Salman bereits freigemacht. 2034 kommen nur Ausrichter aus Asien und Ozeanien infrage - schon im nächsten Jahr will die FIFA das Turnier vergeben. Der Aufschrei dürfe dann erneut laut sein - und wieder vergebens.
FIFA Saudi-Arabien WM 2034 Menschenrechte
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