RKI: BA.2 bei 72 Prozent: Erstmals mehr als 1,5 Millionen Fälle in einer Woche
In der vergangenen Kalenderwoche sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts erstmals mehr als 1,5 Millionen Corona-Fälle in Deutschland gemeldet worden. Das schreibt das RKI in seinem. Zwar seien die Inzidenzen bei den Menschen von 5 bis 44 Jahren vorige Woche besonders hoch gewesen, den stärksten Zuwachs aber habe man bei Seniorinnen und Senioren von 75 bis 79 Jahren beobachtet, hieß es.
Insbesondere Risikogruppen und Menschen ab 70 Jahren rief das RKI auf, sich gemäß Empfehlung der Ständigen Impfkommission - diese war bereits Anfang Februar ausgesprochen worden - mit einer zweiten Auffrischimpfung vor einer schweren Erkrankung zu schützen. Bisher haben davon laut Bericht rund 1,67 Millionen Menschen Gebrauch gemacht.
Zudem ist der Anteil der besonders ansteckenden Omikron-Subvariante BA.2 in Deutschland weiter gestiegen. Etwa 72 Prozent aller Corona-Infektionen hierzulande gingen auf die Sublinie BA.2 zurück, hieß es in dem Wochenbericht. In der Woche zuvor lag der Anteil noch bei 62,3 Prozent. Insgesamt sei die Omikron-Variante in Deutschland die vorherrschende Variante, schreibt das RKI. "Der Anteil aller anderen Varianten inklusive Delta liegt unter 1 Prozent.
Einen weiteren Anstieg gab es bei den Testzahlen. Von den 2,46 Millionen durchgeführten PCR-Tests seien in der vergangenen Kalenderwoche rund 1,37 Millionen positiv gewesen, schrieb das RKI. Demnach liege die Positivenquote bei fast 56 Prozent. In der vorherigen Woche lag der Wert noch bei knapp 53 Prozent. Trotz des deutlichen Anstiegs bei den durchgeführten Laboruntersuchungen, seien weitere Testkapazitäten noch vorhanden, hieß es in dem Bericht.
Insgesamt sei die Zunahme der schweren Krankheitsverläufe in der aktuellen Omikron-Welle geringer als in den vorherigen Wellen, schrieb das RKI. Die Todesfälle in Zusammenhang mit einer Omikron-Infektion blieben im Verhältnis zu den hohen Infektionszahlen auf niedrigem Niveau, seien in absoluten Zahlen weiterhin hoch, hieß es.