Die Finanzlage beim DFB ist weiterhin angespannt. Der Verband sucht nach Einsparmöglichkeiten. Ein hoher Kostenfaktor steht in Frankfurt/Main.
Der Deutsche Fußball-Bund rechnet für das kommende Jahr bei den geplanten Umsatzerlösen und geplanten Aufwänden für den DFB-Campus in Frankfurt/Main mit einem Defizit von derzeit 15 Millionen Euro.
Das sagte DFB-Schatzmeister Stephan Grunwald auf dpa-Anfrage vor dem außerordentlichen Bundestag des Verbands an diesem Freitag. Die Vollversammlung wird den neuen Grundlagenvertrag mit der Deutschen Fußball Liga bestätigen, der dem DFB bis 2029 mehr Geld zusichert. „Der neue Grundlagenvertrag sichert die Finanzstabilität des DFB und der Regional- und Landesverbände“, sagte Grunwald. „Durch die Mittel können wichtige Maßnahmen und Projekte im Amateurfußball finanziert werden.“ Die DFL zahlt dem DFB statt bislang 26 Millionen Euro zwischen 34,5 und 39 Millionen Euro pro Saison. Der DFB zahlt im Gegenzug nur noch 12,5 Millionen Euro statt bislang 20 Millionen, um mit den Nationalspielern der Clubs werben zu dürfen.
In welchem Umfang die Maßnahmen auch einen Abbau von Arbeitsplätzen bedeuten, teilte der DFB nicht konkret mit. „Wir befinden uns in der Abstimmung weiterer Maßnahmen zum Abbau des strukturellen Defizits und werden diese im Haushaltsplan für das Jahr 2024 berücksichtigen“, sagte Grunwald. „Grundsätzlich analysieren wir Einsparpotenziale auf Ebene von Projekt,- Sach- und auch Personalaufwänden.
Der DFB-Campus, der die Verwaltung sowie den sportlichen Bereich unter anderem mit mehreren Trainingsplätzen vereint, war im Juni 2022 feierlich eröffnet worden. Der Bau kostete im Nachhinein 30 Millionen Euro mehr also die final veranschlagten 150 Millionen Euro. In die erste Planung war der Verband einst mit einer noch deutlich geringeren Summe gegangen.
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