Das Gros der Parteien will Bundespräsident Steinmeier für eine zweite Amtszeit wählen. Die AfD hingegen will wie bei der letzten Wahl einen eigenen Kandidaten stellen – auch wenn die Aussichten auf Erfolg gering sind.
Die Bundesversammlung wird aus den 736 Abgeordneten des Bundestags und weiteren 736 Wahlleuten bestehen, die die 16 Landtage entsenden. Bei den entsendeten Wahlleuten muss es sich nicht um Abgeordnete handeln, die Parteien können Personen des öffentlichen Lebens entsenden.
446 der insgesamt 1472 Mitglieder werden CDU und CSU stellen, 389 die SPD, 234 die Grünen, 154 die AfD, 153 die FDP, 71 die Linke, 18 die Freien Wähler und zwei der Südschleswigsche Wählerverband. Hinzu kommen fünf Fraktionslose aus dem und aus den Landtagen. Mit den Stimmen von SPD, FDP, Grünen und Union hat Steinmeier rechnerisch genug Unterstützende für eine zweite Amtszeit.Nach Artikel 54 des Grundgesetzes ist für die ersten beiden Wahlgänge die absolute Mehrheit nötig.
Bei der Wahl 2017 hatte die AfD den Bundestagsabgeordneten Albrecht Glaser gegen Steinmeier ins Rennen geschickt. Glaser bekam bei der Abstimmung in der Bundesversammlung 42 Stimmen.